Um 9.00 Uhr verliessen wir die romantische Unterkunft in den Schären. Ich mit einem weinenden Auge. So schön hatte ich noch nie gewohnt. Wir schafften es noch trocken bis zum Auto und dann fing es an zu regnen.
Wir zuckelten gemütlich über kleinere Strassen zu unserem Zwischenziel Lindesnes. Dort wollten wir den Leuchtturm besuchen. Für alle, die immer ans Nordkapp reisen: hier in Lindesnes ist das Südkapp. Von hier sind es genau 2518 Kilometer bis zum Nordkapp.
Die Gegend ist trotz Regen einfach wunderschön. Alles ist sehr grün (kein Wunder, bei diesen Regenmengen).



Mein Pullover wächst. Glücklicherweise kann ich blind stricken. Bei den kurvigen Strässchen würde mir sonst schlecht.

Der Leuchtturm in Lindesnes ist imposant. Er ist bewohnt, die Fachleute sind im Zweiwochenturnus da. Die Kennung ist ein Blitz alle 20 Sekunden.

Wir konnten auf die Plattform steigen. Das ist der Blick nach Südosten.

Und hier der Ausblick nach Südwesten.


Weit draussen sahen wir sogar einen Segler. Die kennen einfach nichts. Nicht einmal Starkwind und strömender Regen hält die davon ab, sich aufs Meer zu stürzen. Das scheint eine eigenartige Community zu sein.

Nach einem Kaffee fuhren wir weiter, tankten Strom und kauften Lebensmittel ein. In immer neuen Einkaufszentren suchen wir jeweils unsere Mahlzeiten zusammen. Ich bin sehr froh um mein Dänisch, das hilft beim Fragen, beim Verstehen und beim Lesen der Etiketten. Aber Norwegisch will ich nicht auch noch lernen, es ist dem Dänischen zu ähnlich. Irgendwann ist mein Schädel nämlich an seiner Kapazitätsgrenze angekommen. Philipp meinte nur, vielleicht kommen wir von nun an immer hierher, dann müsste ich trotzdem hinter diese Sprache.
Die Fahrt führte uns vom Meer weg ins Landesinnere. Seen, Wälder und Weiler säumen den Weg.

Irgendwann war da nur noch der Feldweg und wir waren angekommen.

Es ist ein ziemlich grosses Haus mit sieben Schlafplätzen in drei Zimmern plus einem Babybett. Die Eignerfamilie schreibt, sie nutzen das Haus auch für sich. Der Blick aus den Fenstern verspricht viel Freude.


Als der Regen etwas nachliess, lief ich ums Haus herum.




Eine gut eingerichtete Küche wartet auf die Köchin, langsam haben wir Hunger.

Der Einrichtungsstil ist nicht so meins, das ist uns aber egal.

Die IKEA-Bettwäsche ist auch schon angezogen.

Erst schauen wir uns aber um 21.00 Uhr zwei unserer WM-Gruppengegner genauer an.
Tja, da seid ihr nun. Was sagt der Wetterbericht für die nächsten Tage? Ich möchte euch so sehr ein paar sonnige Tage gönnen!
Das Haus sieht gut aus, jedenfalls von aussen. Innen hätte ich auch Vorschläge…
Auch ein schönes Haus, aber nicht zu vergleichen mit dem vorigen wunderschönen Häuschen!
Wie habt Ihr’s eigentlich mit dem Schlafen in den hellen Nächten?
Wau, wieder sehr schöne Fotos. Mich begeistert das satte grün. Die Landschaft ist ein Traum.
Das Haus hat ja echt einen super Platz, der Blick hinaus in die Natur ist wohltuend.
Nun seid ihr weg von eurem Traumhäuschen, dafür habt ihr den südlichsten Punkt Norwegens erreicht, das ist auch etwas. Sogar den Leuchtturm durftet ihr besteigen! Aber ein Regennebelbild fand ich wirklich trüb, hoffentlich wird es bald besser. Du schreibst vom Segelboot auf dem Regenmeer. Was denken wohl die Norweger von unseren Bergsteigern? Vielleicht dasselbe wie wir von Seglern bei jedem Wetter. Das neue B&B lässt sich bewohnen, hat aer nicht den Charme des vorigen. De haut!
Was für ein wunderbares Tagesmotto-Foto, Marianne!
Du bist eine wahre Lichtkünstlerin und führst die Kamera, wie weiland John Maynard das Steuerrad auf der Erie-See, mit sicherer Hand ans Ufer der Glückseligkeit.
Eine Foto, die im Format 4 x 1,6 Meter an eine Wand gehört.
Ein grosses Kompliment an das ‚ausgewaschene Rotjäckchen‘… !
Oh, danke viumau. Mängisch gumpe eim so Motiv a.
Darfsch es auso gärn ha. Eifach 10’000.-Franke twinte und ab dermit ad Wand.
🤩