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Sommerberichte 2026
Sommerberichte 2026

30. Oslo zum dritten

Posted on 28. Juni 202629. Juni 2026

Wir haben uns Zeit genommen für das Munch-Museum.

Auf mehreren Etagen sind Ausstellungen nach Themen konzipiert.

Mir haben die Selbstporträts des Malers gefallen. Er sieht aber nirgends glücklich aus.

Mich sprechen auch Bilder an, wo menschliche Beziehungen sichtbar werden.

Dies ist ein wandfüllendes Bild.

Den berühmten Schrei bekamen wir nur als Zeichnung und als Holzschnitt zu sehen. Die Malerei davon wird nur jede Stunde einmal gezeigt, sonst ist sie hinter schwarzen Wänden verborgen, um sie vor Licht zu schützen. So lange wollten wir nicht warten.

Am Ende der Ausstellung stiegen wir noch zum obersten Punkt im Museum. Von hier hat man eine tolle Sicht über die Stadt, den Oslofjord und

auf das Opernhaus (2008). Da wollten wir als nächstes hin.

Wir stiegen auf das riesige (207×110 Meter) Opernhaus hinauf und blickten zum Munch-Museum hinüber.

Wir betraten auch die Eingangshalle des Opernhauses.

Vor dem Eingang hat sich eine Gruppe BrasilianerInnen eingefunden, die Salsa oder etwas ähnliches tanzten. Sehr schön und fröhlich.

Anschliessend spazierten wir nach Hause für eine kleine Pause. Die Stadt Oslo wird mir in Erinnerung bleiben, schon nur der vielen Lindenalleen wegen. Hier stehen die Linden Ende Juni in voller Blüte und der Duft, der durch die Stadt weht, ist einfach betörend.

Wir schlenderten durch Quartiere und Gässchen und kamen unvermutet an der Mini Bottle Gallery vorbei. Da ist ein Spezialist dahinter, der mehr als 50’000 unterschiedliche Fläschen gesammelt, dokumentiert und thematisch reichhaltig inszeniert hat. Das war ein witziger Rundgang durch die über drei Geschosse verteilte Ausstellung.

Sogar vier kleine Schweizer Kirsch-Fläschen sind vorhanden. Inklusive einem Fahnenschwinger und drei Personen in Trachten.

Zum Abendessen gingen wir in ein brasilianisches Restaurant in der Nähe der Marina. Das Fleisch wird in der offenen Küche auf dem Grill gebraten

und von den Gauchos (nennen sich selber so) am Tisch serviert. Bis genug. In der Speisekarte hat es auf der letzten Seite folgende Inschrift:

So weit liessen wir es nicht kommen. Aber genossen haben wir es. Nach einem Monat mit fast nur Fisch auf dem Teller war Fleisch eine willkommene Abwechslung.

Die Resten wurden von vorwitzigen Möwen vom Tisch gestohlen.

Das war ein glücklicher, erfüllter und inspirierender Tag. Bloss eine nervte heute.

Ein Museum ist doch keine Achterbahn! Ich wollte ihr schon die Zündung neu einstellen, dachte aber dann daran, wie das dumme Vieh noch jedem Mürggel ein Lächeln entlockt.

2 thoughts on “30. Oslo zum dritten”

  1. Muetti sagt:
    28. Juni 2026 um 22:18 Uhr

    Ihr habt wirklich viel gesehen und erlebt – und ich mit euch. Den «Schrei» von Edvard Munch haben sie klug versteckt, man hätte es auch mit der «Mona Lisa» in Paris so machen sollen, dann wäre sie nicht entwendet worden. – Mich dünkt, Du sehest etwas müde aus auf dem drittletzten Bild. All die vielen Eindrücke werdet ihr wohl erst daheim richtig verarbeiten. Ich freue mich, Dich wieder zu sehen, Marianne!

    Antworten
  2. Sabine sagt:
    29. Juni 2026 um 7:03 Uhr

    Änteli wollte auch was erleben! Danke für den Spass.

    Antworten

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